Vergleich nationaler Umsetzungen der Richtlinie 2014/95/EU

GRI und CSR Europe haben in ihrer neuesten Publikation untersucht, wie die Vorgaben der Richtlinie zur Veröffentlichung nichtfinanzieller Informationen (2014/95/EU) in den einzelnen EU-Staaten umgesetzt wurden. Dabei wurde unter anderem ersichtlich, dass sich viele der betroffenen Länder größtenteils nur an die Mindestvorgaben halten, während einige wenige über das Verlangte hinausgehen.
 
Die EU-Richtlinie 2014/95 über die Offenlegung von nichtfinanziellen und die Diversität betreffenden Informationen, auch CSR-Richtlinie genannt, sollte bis zum 6. Dezember 2016 von den EU-Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt werden. Die Publikation von CSR Europe und GRI hatte diesbezüglich das Ziel, Informationen über die lokale Umsetzung der CSR-Richtlinie zu sammeln und auszutauschen, die Richtung Europas in dieser Frage zu erfassen und den Dialog zu dieser Thematik voranzutreiben.
 
Dabei stellt die Publikation Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten bei der Umsetzung der Richtlinie dar, und zeigt die wichtigsten Anforderungen der jeweiligen umgesetzten nationalen Gesetze in Bezug auf Anwendungsbereich, Berichterstattungsthemen, Berichtsmerkmale und zusätzliche Aspekte wie Prüfungspflichten oder die Anwendung von Geldbußen auf. So wird beispielsweise ersichtlich, dass viele der Mitgliedsstaaten nur die (sehr reduzierten) Mindestvorgaben übernommen haben, während Länder wie Dänemark stärkere Akzente setzen (z.B. in der Ausweitung der betroffenen Unternehmen auf bis zu 250 Mitarbeiter).
 
Im Rahmen des Projektes wurde mit verschiedenen Interessengruppen in ganz Europa zusammengearbeitet, um die Informationen über die lokalen Umsetzungen der CSR-Richtlinie zu sammeln, zu analysieren und zu überprüfen. Beteiligt waren unter anderem die Ministerien der Mitgliedstaaten, sowie 23 Nationale Partnerorganisationen von CSR Europe.
 
Weitere Informationen zur Publikation finden Sie hier.


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